Freitag, 15. Juli 2016

Rohrbruch!

Wir haben einen Rohrbruch. Genau zwischen unserem Haus und dem des Nachbarn. Praktisch exakt auf der "Grenze".

Das Ganze scheint sich aber mit der Zeit entwickelt zu haben. Denn wir hatten schon von vornherein bemerkt, dass sich der Boden an dieser Stelle leicht abgesenkt hatte. Anfangs dachten wir uns nichts dabei und haben uns gesagt, dass sich der Boden vielleicht noch setzt (wir sind ja keine Leute vom Fach).

Trotzdem: Als am 02.05. endlich unsere Muttererde für die Gärten kam und noch eine Menge übrig blieb, haben wir einen Eimer von dieser Erde zum Auffüllen benutzt und dachten, das Thema wäre damit erledigt.
Am 08.05. haben wir dann unseren Mittelstreifen aufgehübscht, in dem wir die Fläche lediglich mit einem Rechen geebnet und Kies draufgeschüttet haben. In der Mitte wurden Ilex-Pflanzen ca. 15-20cm tief eingepflanzt. Das Ergebnis sah dann so aus:




So viel Mühe, die wir in unsere Vorgärten gesteckt haben. Aber ein Unwetter hatte alles am 27.05. zunichte gemacht. Nicht nur, dass unser Rindenmulch davongeschwommen war und unsere Technikzentrale komplett unter Wasser stand, es hatte sich erneut ein kleiner Krater aufgetan. Da wir aber nichts entdecken konnten (und auch nicht wussten, das genau darunter ein Rohr verläuft), dachten wir erneut: Da war wohl ein großer Holraum. Also hatten wir das Loch wieder einfach nur mit Erde aufgefüllt. Nun dachten wir aber wirklich: Holraum adé und Ruhe!
Fehlanzeige: Am 13.07. gabs dann für kurze Zeit Starkregen (oder nennt man das Platzregen?). Jedenfalls viel zu viel Regen auf einmal. Und diesmal war es richtig übel: Unser Krater, der nicht verschwinden wollte, war wieder da und tiefer denn je zuvor. Erst da konnte man ein Rohr entdecken, dass gebrochen/geplatzt war. Und jetzt wussten wir auch, warum sich der Boden an dieser Stelle immer abgesenkt hatte.






Den Schaden hatten wir direkt unserer Hausverwaltung gemeldet, die schnell reagiert und die Versicherung und Werner-Wohnbau informiert hatten. Werner-Wohnbau wiederum hat auch schnell reagiert und gleich am nächsten Tag jemanden von der Tiefbaufirma zur Begutachtung vorbeigeschickt. Sein kurzer Kommentar: "Das war'n wir nich." Ach nee, wirklich?!? Hatte ja keiner Behauptet, dass die Tiefbaufirma schuld daran sei. Allerdings, so schien es, wollte er die Schuld auf uns schieben. "Da muss jemand von oben auf das Rohr gehauen haben. So groß, wie das Loch im Rohr ist." Was soll das heissen? Als ob wir für ein paar Buchsbäumchen und Ilexe, Knietief, 60-70cm tief graben würden. Wie oben bereits erwähnt, die Pflanzen sitzen höchstens 15-20cm tief. Das kann man auch gut erkennen. Ausserdem hatten wir die Fläche erst am 08.05. bearbeitet. Der Boden war aber vorher schon an dieser Stelle abgesackt. Wir wissen das so genau mit den Daten, weil wir zum Glück genügend Fotos haben.

Wir sind jetzt mal gespannt, wie Werner-Wohnbau reagieren wird. Es muss allerdings schnell was passieren, da mit jedem Regen, immer mehr weggespült und Erde in die Rohre gedrückt wird.

UPDATE:
Herr Richter von WWB hat kulanterweise zugesagt und das Rohr durch die Tiefbaufirma Höfling austauschen lassen. Dies ging so schnell, dass wir nichtmal mitbekommen hatten, dass gearbeitet wurde - obwohl wir zuhause waren. Scheinbar haben die das morgens, innerhalb einer halben Stunde erledigt. Für unseren Geschmack, etwas zu schnell. Denn gespült wurde dann bestimmt nicht. Die ganze Erde dürfte sich also noch irgendwo im Rohrsystem befinden. Hoffen wir nur, dass es nichts verstopft und dann woanders überläuft.

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